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Kategorie: Aktuelles
Veröffentlicht am Montag, 08. Juni 2020 15:00
Geschrieben von Super User
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Die Reset Taste

 

Ein Reset ist der Anglizismus für einen Vorgang, durch den ein elektronisches System in einen definierten Anfangszustand gebracht wird. So lautet es unter Wikipedia, wenn man Reset nachschlägt. Ähnlich fühlen wir uns gerade nach dem Angriff von dem Coronavirus, welches erreicht hat, dass unser ganzes Handeln auf Null gesetzt wurde.

Seit rund vier Wochen ist es wieder möglich in kleinen Gruppen auf dem Hundeplatz zu trainieren. Natürlich mit Schutzkonzept, Abstandsregeln und bedingt mit MNSVerschlossen.  

Nun hat es den Anschein, dass wir ab Juli wieder Turniere und Seminare ausrichten können. Einige Vereine haben ihren Fristschutzantrag neu gestellt oder verschoben und die Richter werden schon wieder eingeteilt. Freigaben werden wieder erteilt. Doch wer denkt, es kann alles wieder laufen, wie vor Corona, der irrt gewaltig. 

Wie hat mein Chef kürzlich so schön gesagt, wer mitspielen will, muss sich an die Regeln  halten. Es reicht nicht aus, nur den Fristschutzantrag zu stellen und auf die Genehmigung zu warten. Denkt jetzt schon daran, für eure Veranstaltung ein Schutzkonzept aufzustellen, welches ihr bei der unteren Gesundheitsbehörde einreicht und genehmigen lasst. Kommunikation ist hier das A und O. Hilfe zum Schutzkonzept könnt ihr euch auf den Seiten des Landessportbundes holen. Hier ist sehr schön beschrieben, worauf man zu achten hat, wie man die Verordnungen gut umsetzen kann. Vielleicht sollte man auch darüber nachdenken, die Starterzahl zu reduzieren: 60 Starter sind einfacher zu handeln als 120 Starter. 

Solltet ihr ein Turnier nicht veranstalten wollen, so vergesst bitte nicht, dieses auf der Seite von Caniva zu löschen. 

Bei der Planung eures Turnieres denkt bitte auch an die Ansteckungsgefahr für den Richter. Briefing kann man gut mit Abstand abhalten. Knackpunkt ist Schreiberlein und Richter. Hier wurden bisher die 1,50 Meter Abstandsregel  nicht eingehalten. Haltet Rücksprache mit eurem euch zugeteilten Richter. Bringt er vielleicht einen Schreiberlein mit? Oder ist es möglich nur einen Schreiber einzusetzen, der den ganzen Tag schreibt? Oder zumindest die Anzahl der Schreiber so gering wie möglich zu halten. 

Versucht die Meldestelle so einzurichten, dass die Starter den Abstand einhalten können und nicht unbedingt in ein kleines Kämmerlein müssen. Denkbar wäre an einem Fenster die Papiere anzunehmen und davor eine Phantasialandschlange einzurichten. Die Meldestelle kann für die verschiedenen Klassen zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet sein. Der Impfausweis kann evtl. schon im Vorfeld mit den Meldepapieren dem Verein zugemailt werden. 

Einbahnstraßen auf dem Vereinsgelände helfen den Abstand einzuhalten. 

Macht euch Gedanken, wie ihr die Zuschauer platziert, dass sie den vorgeschriebenen Mindestabstand einhalten. Da haben die Agi Leute es sicher einfacher, mit ihren Zelten rundum den Parcours. Da haben sie den Abstand von 1,50 Meter gut eingehalten. Vielleicht richtet ihr VIP Loungen ein Lächelnd - sagt Bescheid ich komme. Man könnte auch die Klassen unterteilen, so daß man nicht so viele Starter gleichzeitig auf dem Vereinsgelände hat.

Bei der Siegerehrung ist natürlich auch der Sicherheitsabstand einzuhalten. Statt dass sich jeder Starter beim Richter bedankt, könnte man bei der Einleitung als Veranstalter sich schon beim Richter bedanken und ein gemeinsamer Applaus ist in diesen Zeiten als Dank sicher ausreichend. 

Nicht nur der Veranstalter hat Regeln an die er sich halten muss, auch die Sportler und falls erlaubt die Zuschauer müssen sich natürlich diszipliniert an das Schutzkonzept halten. Macht euch schon rechtzeitig schlau, wie dieses Konzept aussieht, wenn ihr zu einem Turnier fahrt. Denkt an die Abstandsregeln!!!

A pro pro Abstandsregeln: Trainiert mit eurem Hund die Halsbandkontrolle!!!! Auch wenn bei Facebook schon diverse Diskussionen losgetreten wurden, dass die Halsbandkontrolle auf Grund der Abstandsregel entfallen könnte, so ist dies ein großer Irrtum. Die Halsbandkontrolle dient letztendlich nicht nur der Kontrolle, ob dem Hund kein Schaden durch sein Halsband geschieht, sondern auch der sozialen Kompetenz des Hundes. Ist er sozialverträglich? Kann er ohne Bedenken am Turnier teilnehmen?  Und ein Schelm der Böses denkt - die Halsbandkontrolle wird auch zur Coronazeiten nicht abgesetzt werden. Trainiert mit eurem Hund, dass er an einer Leine, die mindestens 1,50 Meter lang ist, zum Halsbandkontrolleur geht oder gelockt werden kann und dieser die Möglichkeit hat euren Hund anzufassen. Alternativ kann der Hund stehen, liegen oder sitzen - ihr auf Abstand gehen und der Halsbandkontrolleur das Halsband kontrollieren. Jetzt ist noch genügend Zeit diese Prozedere bis zum nächsten Turnier zu trainieren. 

Ihr seht einfacher ist es einen PC neu zu starten - einfach Reset!!! 

Bleibt gesund